Startseite > - HIV > Über HIV
Logo infektiologikum.de

Über HIV

Prognose der HIV-Infektion

Die HIV-Infektion ist unbehandelt eine tödlich verlaufende Krankheit (was man z.B. in Afrika in enormen Ausmaß sehen kann). Bis 1996/1997 war dies auch in Deutschland so. Die Ärzte des infektiologikum frankfurt waren schon damals eng mit dem Thema verbunden und haben die verschiedenen Stadien der Pandemie in ihrer medizinischen Tätigkeit erlebt.

Die HIV-Infektion ist auch heute nicht heilbar. Aber dank verbesserter Therapien hat sie heute einen viel günstigeren Verlauf. Durch medizinische Behandlung bestehen gute Chancen, dass sich eine Immunschwäche zurückbildet und/oder ihr Auftreten sich viele Jahre (Jahrzehnte) hinauszögern lässt. Vieles spricht dafür, dass der medizinische Fortschritt dazu führt, dass es sich um eine chronisch behandelbare Erkrankung handelt, die mit einer immer höheren Lebenserwartung bei Menschen mit HIV verbunden ist.

Dies lässt sich auch eindeutig an den Zahlen der letzten Jahren bezüglich des Auftretens von AIDS und Tod belegen (Daten Robert-Koch-Institut Berlin). Diese Erfolge und die deutlich verbesserte Prognose sind nur durch den Einsatz der hochaktiven Kombinationstherapie (HAART) erreicht worden.

Auch wenn die Lebenserwartung von Patienten durch die Therapie zum Teil erheblich verlängert werden konnte, gibt die aktuelle Steigerung bei den Neuinfektionen Anlass zur Sorge. Mangelnde Informationen und ungeschützter Verkehr, aber auch die – falsche – Meinung, dass man mit "ein paar Tabletten" die Krankheit in den Griff bekommen könne, zeigen, dass auch nach fast 30 Jahren HIV noch viel Aufklärung erfolgen muss.

Medizinisches Grundwissen zu HIV und AIDS

HIV („Human Immune Deficiency Virus“ = „Menschliches Immundefekt-Virus“)

1983/84 wurde das Virus HIV-1 entdeckt, wenig später HIV-2. Beide Virustypen und ihre Untergruppen (Subtypen) weisen spezielle Merkmale auf und kommen je nach Kontinent unterschiedlich häufig vor. Für alle gelten aber die gleichen Schutzmöglichkeiten. HIV lässt sich mit einem Antikörper-Test nachweisen.

AIDS: „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, auf Deutsch „Erworbener Immundefekt“

Bei einem Immundefekt ist die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern vermindert.

Das grundsätzliche Problem der Erkrankung besteht darin, das die HI-Viren im Laufe der Zeit kontinuierlich das Abwehrsystem angreifen und es schädigen, wodurch es immer "schlechter" wird. Die Schädigung besteht in der Zerstörung der so genannten Helferzellen (CD-4 Zellen) durch die Viren.

Der Grad der Schädigung des Immunsystems lässt sich mit Hilfe von Laboruntersuchungen feststellen. Besonders wichtig ist hierbei die Zahl der "Helferzellen" (CD-4 Zellen). Ein intaktes Abwehrsystem hat ca. 500 - 1000 Helferzellen. Bei einer Zahl von Helferzellen unter 250 ist das Abwehrsystem so stark geschädigt, dass das Risiko, an AIDS zu erkranken, sehr groß ist.

Hierbei ist wichtig, dass sich die tatsächliche Anzahl der Helferzellen nicht auf das gefühlte Gesundheitsempfinden auswirkt! Es gibt Patienten, die weniger wie 50 Helferzellen haben und trotzdem beschwerdefrei sind. Aber diese Patienten leben mit einem sehr großen Risiko, schwer zu erkranken und zu sterben.

Die Wissenschaft teilt die HIV-Infektion in verschiedene Stadien ein. Mit "AIDS" wird das Stadium bezeichnet, bei dem das Immunsystem so stark beeinträchtigt ist, dass sich bestimmte Infektionskrankheiten und Tumore entwickeln können. Der Verlauf einer HIV-Infektion unterliegt starken Schwankungen und lässt sich nur schwer als eine festgelegte Abfolge von Stadien beschreiben.

Weitere Informationen

www.aidshilfe.de

infektiologikum
Frankfurt-Sachsenhausen
Stresemannallee 3
60596 Frankfurt am Main
Telefon: 069/69597230
Telefax: 069/69597240
info-st@infektiologikum.de
infektiologikum
Frankfurt-City
Friedensstraße 2
60311 Frankfurt am Main
Telefon: 069/7137880
Telefax: 069/173049
info-fr@infektiologikum.de