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Tuberkulose-TherapieDie in Deutschland standardmäßig empfohlene initiale Vierfachtherapie gliedert sich in eine zweimonatige Initialphase mit Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid und Ethambutol, gefolgt von der viermonatigen Erhaltungsphase mit Isoniazid und Rifampicin. Aufgrund der Resistenzsituation in Deutschland mit einer Isoniazid-Resistenzrate von mehr als vier Prozent ist die initiale Dreifachtherapie in der Regel nicht mehr empfehlenswert. Alle Medikamente sollten aufgrund ihrer synergistischen (ergänzenden) Wirkung zusammen eingenommen werden. Richtlinien zur medikamentösen Behandlung der Tuberkulose MultiresistenzenWenn Tuberkulose-Medikamente in zu geringer Dosierung oder über einen zu kurzen Zeitraum eingenommen werden, können die Erreger teilweise nicht vollständig abgetötet werden. Es bilden sich so genannte Resistenzen gegen die eingesetzten Medikamente. Schon Anfang der 90er-Jahre war es zur Zunahme von Erregern gekommen, die gegen die beiden wichtigsten Standardmedikamente (Isoniazid und Rifampicin) unempfindlich sind. Diese MDR-Tuberkulose (Multi Drug Resistent) hat sich in den letzten Jahren vor allem in Osteuropa stark ausgebreitet. Seit Anfang des Jahrzehnts ist die XDR-Tuberkulose (Extensive Drug Resistent) hinzugekommen. Hier sind die Erreger gegen drei oder mehr aus den derzeit sechs Klassen von Reservemedikamenten (Second-Line) unempfindlich, was in Einzelfällen zu nicht mehr beherrschbaren Erkrankungen führen kann. Gefährlich wird die Situation, wenn XDR-Eigenschaften bei besonders pathogenen und virulenten Stämmen auftreten. |
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