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Übertragung und Verlauf der Tuberkulose

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Die Übertragung von Tuberkulose-Erregern („M. tuberculosis Komplex: Mycobacterium tuberculosis, africanum, bovis, microti) erfolgt fast immer von Mensch zu Mensch durch das Einatmen von erregerhaltiger Atemluft. Eine Übertragung führt allerdings nicht immer zur Erkrankung. Bei einem intakten Immunsystem können die menschlichen Abwehrzellen die Tuberkulose-Bakterien kontrollieren oder abtöten. Daher bricht die Krankheit auch nur bei etwa jedem zehnten Erwachsenen aus.

Nach der Erstinfektion überleben die Mykobakterien innerhalb der Zellen – auch wenn ausreichend gut antituberkulös behandelt wurde. Daher kann es nach jahrelanger Ruhezeit (Latenz) zu einer (erneuten) Erkrankung kommen (postprimäre Lungentuberkulose bzw. Tuberkulose-Reaktivierung). Da auch die überstandene Krankheit keine lebenslange Immunität verleiht, ist ebenfalls eine Infektion mit einem neuen Stamm möglich (exogene Reinfektion).

Eine Tuberkulose entwickelt sich in der Regel langsam und verläuft zu Beginn symptomarm. Die klassischen Anzeichen einer Tuberkulose-Erkrankung sind Husten, Auswurf und Nachtschweiß; weitere mögliche Symptome sind Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Lymphknotenschwellungen, leichte Temperaturen und Bluthusten.

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